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PPWR-konforme Verpackungen entwickeln – gemeinsam mit Karl Knauer

Die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR) stellt Unternehmen vor große Herausforderungen: Verpackungen müssen künftig strengere Anforderungen an Recyclingfähigkeit, Materialeinsatz und Nachhaltigkeit erfüllen. Gleichzeitig sollen Markenauftritt, Produktschutz und Wirtschaftlichkeit erhalten bleiben.

Bereits heute fließen zahlreiche Anforderungen der PPWR in unsere Verpackungsentwicklung ein. Von der Konstruktion über die Materialauswahl.
Bedeutung

Was ist die PPWR?

Die Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) schafft einen europaweit einheitlichen Rechtsrahmen für Verpackungen und Verpackungsabfälle. Ziel ist es, Verpackungsabfälle zu reduzieren, die Kreislaufwirtschaft zu stärken und die Recyclingfähigkeit von Verpackungen zu erhöhen.

Die neuen Anforderungen betreffen nahezu alle Unternehmen, die Verpackungen in Verkehr bringen – vom Markenhersteller bis zum Handel.

 

Bildnachweis: Karl Knauer KG, KI-generiert
Informationsbroschüre zur PPWR
Broschüre
pdf (2 MB) pdf (2 MB)
Definition

Rollen und Verantwortlichkeiten nach der PPWR

Die PPWR definiert verschiedene Rollen innerhalb der Verpackungslieferkette. Welche Pflichten ein Unternehmen erfüllen muss, hängt davon ab, welche Rolle es im jeweiligen Geschäftsmodell übernimmt. Ein Unternehmen kann dabei auch mehrere Rollen gleichzeitig innehaben.

Hersteller

Der Hersteller ist für die Entwicklung oder Herstellung einer Verpackung verantwortlich und stellt sicher, dass diese die geltenden Anforderungen der PPWR erfüllt. Dazu gehören unter anderem die Konformitätsbewertung sowie die technische Dokumentation.

Lieferant

Lieferanten stellen Verpackungen oder Verpackungskomponenten anderen Unternehmen innerhalb der Lieferkette zur Verfügung. Sie unterstützen ihre Kunden mit geeigneten Verpackungslösungen und stellen die erforderlichen Informationen für die weitere Verwendung bereit.

Importeur

Importeure bringen Verpackungen oder verpackte Produkte aus Nicht-EU-Ländern erstmals auf den europäischen Markt. Sie sind dafür verantwortlich, dass diese den Anforderungen der PPWR entsprechen.

Händler

Händler stellen Verpackungen oder verpackte Produkte innerhalb der Lieferkette bereit, ohne sie selbst herzustellen oder zu importieren. Auch sie tragen Verantwortung dafür, dass nur konforme Produkte weitergegeben werden.

 

Welche Rolle übernimmt Karl Knauer?

Karl Knauer entwickelt und produziert hochwertige Verpackungslösungen für unterschiedlichste Branchen. Je nach Kundenprojekt und Lieferkette agieren wir laut PPWR-Definition als Lieferant. Bereits in der Verpackungsentwicklung berücksichtigen wir Aspekte wie Materialeffizienz, Design for Recycling und zukünftige Anforderungen der PPWR, um unsere Kunden bei der Entwicklung zukunftsfähiger Verpackungslösungen zu unterstützen.

Übersicht

Was bedeutet die PPWR für Unternehmen?

  • Recyclingfähigkeit
    Verpackungen müssen künftig nach definierten europäischen Kriterien recyclingfähig sein. Deshalb gewinnen Materialauswahl, Konstruktion sowie das Zusammenspiel aller Verpackungskomponenten bereits in der Entwicklungsphase an Bedeutung.
  • Verpackungsreduzierung
    Die PPWR fordert einen möglichst effizienten Materialeinsatz. Verpackungen sollen ihre Schutz- und Marketingfunktion erfüllen, gleichzeitig aber unnötiges Material und Leerraum vermeiden.
  • Dokumentationspflichten
    Unternehmen müssen künftig umfangreichere Informationen zur Konformität ihrer Verpackungen bereitstellen. Die Nachvollziehbarkeit von Materialien und Verpackungseigenschaften gewinnt dadurch weiter an Bedeutung.
  • Design for Recycling
    Recyclingfähigkeit wird bereits in der Verpackungsentwicklung entschieden. Materialkombinationen, Veredelungen, Klebstoffe und Konstruktionen sollten so gewählt werden, dass bestehende Recyclingprozesse bestmöglich unterstützt werden.
  • Wettbewerbsfähigkeit
    Die PPWR ist nicht nur eine regulatorische Herausforderung, sondern auch eine Chance. Unternehmen, die ihre Verpackungen frühzeitig weiterentwickeln, können Ressourcen effizienter einsetzen, ihre Nachhaltigkeitsziele unterstützen und sich auf zukünftige Marktanforderungen vorbereiten.

 

So wirken sich die Änderungen auf Ihre Verpackung aus

 

Je nach Verpackungskonzept können unter anderem folgende Aspekte überprüft werden:

  • Materialeinsatz und Verpackungsgewicht
  • Materialkombinationen und Verbundaufbauten
  • Konstruktion und Design for Recycling
  • Recyclingfähigkeit der Verpackung
  • Veredelungen, Lacke und Klebstoffe
  • Dokumentationsanforderungen
  • Ressourceneffizienz entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Karl Knauer Expertentipp:
Die größten Optimierungspotenziale entstehen häufig bereits in der Entwicklungsphase. Wer Verpackungen frühzeitig überprüft und weiterentwickelt, kann spätere Anpassungen effizienter umsetzen.

 

„PPWR-Konformität entsteht nicht erst am Ende eines Projekts. Sie beginnt bei der Entwicklung von Verpackungskonzepten, der Materialauswahl und dem Design for Recycling. Die Anforderungen, die die Verordnung heute formuliert, sind seit vielen Jahren fester Bestandteil unserer Beratung – genau dort unterstützen wir unsere Kunden.“

Christoph Eisenmann,
Produktentwicklung bei Karl Knauer

Von der Analyse bis zur Umsetzung

So kann Karl Knauer Unternehmen unterstützen

Bildnachweis: Karl Knauer KG, KI-generiert

 

Die Anforderungen der PPWR beginnen nicht erst bei der Bewertung einer fertigen Verpackung – sie entstehen bereits in der Entwicklung. Deshalb begleitet Karl Knauer seine Kunden von der ersten Idee bis zur serienreifen Verpackung und berücksichtigt dabei sowohl regulatorische Anforderungen als auch technische, wirtschaftliche und markenspezifische Aspekte.

 

Verpackungsanalyse

Wir prüfen bestehende Verpackungslösungen hinsichtlich Materialeinsatz, Konstruktion, Recyclingfähigkeit und Optimierungspotenzial. So lassen sich mögliche Anpassungen frühzeitig erkennen.

Entwicklung neuer Verpackungslösungen

Unsere Verpackungsentwicklung konzipiert individuelle Lösungen, die Produktschutz, Markenwirkung, Ressourceneffizienz und zukünftige Anforderungen der PPWR in Einklang bringen.

Design for Recycling

Bereits bei der Materialauswahl und Konstruktion berücksichtigen wir etablierte Recyclingprozesse. Ziel ist eine Verpackung, die sich möglichst effizient in bestehende Stoffkreisläufe integrieren lässt.

Material- und Konstruktionoptimierung

Wir entwickeln Verpackungen mit einem effizienten Materialeinsatz, ohne Kompromisse bei Stabilität, Funktionalität oder Produktschutz einzugehen.

Produktion aus einer Hand

Als Entwickler und Hersteller begleiten wir den gesamten Prozess – von der Idee über Prototypen und Bemusterung bis zur industriellen Fertigung. So entstehen Verpackungslösungen, die technisch durchdacht und wirtschaftlich umsetzbar sind. Gerne übernehmen wir zudem auch das Co-Packing und den Einzelversand Ihrer Produkte.

 

Viele Unternehmen fragen sich derzeit, welche Auswirkungen die PPWR auf ihre Verpackungen haben wird. Unser Ziel ist es, Orientierung zu schaffen und gemeinsam praktikable Lösungen für die Anforderungen von morgen zu entwickeln.“

Philipp Beyler,
Leiter QHSE bei Karl Knauer

Fragen & Antworten

PPWR FAQ: Antworten zur neuen EU-Verpackungsverordnung

 
Was bedeutet PPWR?

PPWR steht für „Packaging and Packaging Waste Regulation“ und bezeichnet die neue EU-Verpackungsverordnung. Sie soll Verpackungen nachhaltiger gestalten, Verpackungsabfälle reduzieren und die Kreislaufwirtschaft innerhalb Europas stärken.

 

Was ist der Unterschied zwischen PPWR und der bisherigen Verpackungsrichtlinie?

Die bisherige Verpackungsrichtlinie musste von den einzelnen EU-Mitgliedstaaten in nationales Recht umgesetzt werden. Die PPWR ist eine EU-Verordnung und gilt grundsätzlich unmittelbar in allen Mitgliedstaaten. Dadurch sollen europaweit einheitliche Anforderungen für Verpackungen entstehen.

 

Wann tritt die PPWR in Kraft?

Die PPWR ist 2025 in Kraft getreten. Die meisten Anforderungen werden ab August 2026 anwendbar. Weitere Vorgaben werden schrittweise bis 2030 und darüber hinaus eingeführt.

 

Für welche Unternehmen gilt die PPWR?

Die Verordnung betrifft alle Unternehmen, die Verpackungen oder verpackte Produkte auf dem europäischen Markt in Verkehr bringen. Dazu gehören Hersteller, Markeninhaber, Händler, Importeure und Onlinehändler.

 

Welche Verpackungen sind von der PPWR betroffen?

Grundsätzlich umfasst die PPWR alle Verpackungsarten – unabhängig vom eingesetzten Material. Dazu zählen Verpackungen aus Papier, Karton, Kunststoff, Glas, Metall sowie Verbundmaterialien.

 

Welche Ziele verfolgt die PPWR?

Die Europäische Union verfolgt mit der PPWR mehrere Ziele:

  • Reduzierung von Verpackungsabfällen
  • Förderung der Wiederverwendung
  • Verbesserung der Recyclingfähigkeit
  • Steigerung des Rezyklateinsatzes
  • Schonung natürlicher Ressourcen
  • Harmonisierung der Verpackungsanforderungen innerhalb der EU

 

Was bedeutet „recyclingfähig“ nach der PPWR?

Verpackungen sollen so gestaltet sein, dass sie in bestehenden Sammel-, Sortier- und Recyclingstrukturen erfasst und verwertet werden können. Die konkrete Bewertung erfolgt auf Grundlage europäischer Kriterien.

 

Was bedeutet Design for Recycling?

Design for Recycling beschreibt die Entwicklung von Verpackungen mit dem Ziel, deren Recyclingfähigkeit zu verbessern. Dabei spielen Materialauswahl, Konstruktion, Bedruckung, Veredelung und die Trennbarkeit einzelner Komponenten eine wichtige Rolle.

 

Welche Anforderungen stellt die PPWR an Papier- und Kartonverpackungen?

Auch Papier- und Kartonverpackungen müssen künftig die Anforderungen an Kreislauffähigkeit und Recycling unterstützen. Besonders wichtig sind materialeffiziente Konstruktionen sowie die Berücksichtigung etablierter Recyclingprozesse bereits während der Verpackungsentwicklung.

 

Welche Auswirkungen hat die PPWR auf Verpackungsdesign und Verpackungsentwicklung?

Die Verordnung erhöht die Bedeutung einer ganzheitlichen Verpackungsentwicklung. Neben Produktschutz und Markenwirkung müssen künftig auch Aspekte wie Recyclingfähigkeit, Materialeinsatz, Dokumentation und regulatorische Anforderungen berücksichtigt werden.

 

Werden Verpackungen künftig weniger Material enthalten müssen?

Die PPWR sieht Anforderungen zur Verpackungsminimierung vor. Verpackungen sollen auf das notwendige Maß beschränkt werden, ohne die Schutzfunktion oder Produktsicherheit zu beeinträchtigen.

 

Werden bestimmte Verpackungen verboten?

Für ausgewählte Anwendungsbereiche sieht die Verordnung Einschränkungen oder Verbote bestimmter Verpackungsformen vor. Ziel ist es, vermeidbare Verpackungsabfälle zu reduzieren und ressourceneffizientere Lösungen zu fördern.

 

Gibt es neue Kennzeichnungspflichten?

Die PPWR führt harmonisierte Kennzeichnungssysteme ein. Diese sollen Verbraucherinnen und Verbrauchern die korrekte Trennung und Entsorgung von Verpackungen erleichtern.

 

Was gilt künftig für Palettenanhänger?

Palettenanhänger können künftig nicht mehr neutral ohne Angabe eines verantwortlichen Erzeugers ausgeliefert werden. Möchten Sie eine eigene Erzeugerangabe verwenden, informieren Sie uns bitte rechtzeitig. Ohne entsprechende Vorgabe bringen wir die erforderlichen Erzeugerangaben auf den Palettenanhängern an.

 

Welche Rolle spielen QR-Codes und digitale Produktinformationen?

Digitale Informationslösungen werden künftig an Bedeutung gewinnen. Sie können zusätzliche Informationen zu Materialzusammensetzung, Recycling oder Entsorgung bereitstellen und die Transparenz entlang der Wertschöpfungskette erhöhen.

 

Sind Mehrwegverpackungen durch die PPWR verpflichtend?

Die Verordnung enthält für bestimmte Anwendungen Vorgaben und Zielsetzungen im Bereich Wiederverwendung und Mehrweg. Welche Anforderungen konkret gelten, hängt vom jeweiligen Marktsegment und der Verpackungsart ab.

 

Welche Auswirkungen hat die PPWR auf Markenartikelhersteller?

Markeninhaber sollten ihre Verpackungen frühzeitig auf zukünftige Anforderungen prüfen. Anpassungen können beispielsweise bei Materialien, Konstruktionen, Kennzeichnungen oder Dokumentationspflichten erforderlich werden.

 

Wie können Unternehmen sich auf die PPWR vorbereiten?

Empfehlenswert sind:

  • Analyse bestehender Verpackungen
  • Bewertung der Recyclingfähigkeit
  • Optimierung von Materialstrukturen
  • Überprüfung von Verpackungsgrößen
  • Vorbereitung auf zukünftige Kennzeichnungspflichten
  • Aufbau regulatorischer Dokumentationen

 

Warum sollte man sich bereits heute mit der PPWR beschäftigen?

Verpackungsentwicklungen und Materialumstellungen benötigen häufig lange Vorlaufzeiten. Wer frühzeitig handelt, kann notwendige Anpassungen effizient planen und zukünftige Anforderungen besser berücksichtigen.

 

Wie unterstützt Karl Knauer Unternehmen bei der PPWR?

Karl Knauer unterstützt Unternehmen bei der Entwicklung zukunftsfähiger Verpackungslösungen. Unsere Expertinnen und Experten analysieren bestehende Verpackungskonzepte, identifizieren Optimierungspotenziale und entwickeln Lösungen mit Blick auf Recyclingfähigkeit, Ressourceneffizienz und zukünftige regulatorische Anforderungen.

 

Sie haben Fragen zur PPWR?

Sie möchten wissen, welche Auswirkungen die neue EU-Verpackungsverordnung auf Ihre Verpackungen hat? Sprechen Sie mit den Karl Knauer-Verpackungsexperten. Gemeinsam analysieren wir Ihre Anforderungen und entwickeln passende Lösungen für eine nachhaltige und zukunftsfähige Verpackung.

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